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Drubenalken
Dubenalken
; vgl. Hamanns kurzen Bericht an Herder über seinen Briefwechsel mit Caroline Stoltz in
HKB 592 ( IV 193/11 ).
Drubenalken den 18 Dec. 1780
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Lieber Bester Vater Haman! Vergeben Sie, daß ich so lange gezögert habe
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Ihren letzten Brief zu beantworten. Die Recken und Hinz sind daran schuld
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Beschreibung vom Prinzen … Brief
Nicht überliefert; gemeint ist die Reise des
Kronprinzen Friedrich Wilhelm
über das Baltikum nach Russland, vgl.
HKB 598 ( IV 208/7 ).
mit denen zanken Sie. Von der ersten habe ich izt erst die Beschreibung vom
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Prinzen und seinem Gefolge erhalten (: hie ist ihr Brief lesen
ihn
sie ihn
S. 251
selbst, und schicken Sie ihn mir so bald als möglich zurück:) und den letzten,
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habe ich izt vor drey Tage erst gesprochen, obgleich er nur 2 Meilen von hir
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entfernt ist. Ich wolte durchaus er solte an Sie schreiben; er sagte mich aber ich
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solt Ihnen sagen er liebt Sie herzlich, aber das lesen und schreiben hätte er
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auch so ganz vergessen, daß er an keinen Menschen mehr schreiben könte, und
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wie Ihnen, er hätte das Podagra
Hamann schrieb offenbar einmal von seinem Gichtanfall wie in
HKB 589 ( IV 180/29 ).
dann ginge es ihm so wie Ihnen, er hätte das Podagra in Händen oder er
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fühlte, daß er es bald bekommen würde. Er ist noch viel stärker geworden, er sagte
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Buchhandel
Hinz
war zuvor Verleger in
Mitau
(u.a. einiger Hamann-Schriften), ging aber nach dem Bankrott 1779 auf ein kurländisches Gut der
von Fircks
und bald darauf auf Reisen.
mich er würde den ganzen Buchhandel zum teufel werfen, den er verlieret über
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30000 fl. daran und er würde künftig oder noch künftig Jahr mit seinen
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Beyde Briefe an mich
nicht überliefert
ältesten Untergebenen aus dem Lande gehen. Ich gab ihm Ihre Beyde Briefe
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an mich zu lesen; er hüpte vor Freuden, und zeigte einige Stellen daraus
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HE. von Firks 2 zimlich kluge Männer, die mit in der Geselschaft waren, die
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sich mit ihm darüber freuten, und Sie bewunderten. Hinz sagte „Es ist doch
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ein sehr lieber Mann unser Hamann, wir wollen uns zusammenfreuen, daß er
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unser Freund ist, und uns seiner Freundschaft würdig machen, grüßen sie ihm
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herzlich von mich.“ Und so trenten wir uns. –
Und
Dieses ist alles was ich
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Ihnen von Hinz sagen kann. – Nun will ich Ihrem mich sehr lieben letzten
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Einlage … Prenumeranten
nicht überliefert; auch das Projekt, wofür Hamann Pränumeranten suchte, nicht ermittelt
Pathey
Friedrich Parthey
Brief beandworten. – Ihre Einlage schickte ich sogleich zu Pathey dieser und
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die Recken haben auch schon einige Prenumeranten gesammelt. Sie haben
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mich beyde aufgetragen, Ihnen ihrer Freundschaft zu versichren. – Izt werden
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Nachtbar zur Rechten … scheiden lassen
Carl Christoph Stockmar
; zu den häuslichen Verhältnissen von Hamanns Nachbar vgl.
HKB 592 ( IV 194/26 ).
Sie schon mehr von Ihrem Nachtbar zur Rechten wissen. hat er sich scheiden
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lassen oder nicht? hat er die Stelle schon ersetz? Die Wahl wird ihm nicht schwer
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B.
wohl Bordellen
fallen den ihres gleichen findet er in allen B., wenn nicht in Königs. so in
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Berlin. – Ich bedaure die Kinder,
daß
weil keine Besen mehr zu haben
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sind, und die große Leute weil sie nicht mehr sagen können. Kommen Sie zu
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uns, hir sind viele Besens, aber keine Galgen. Wie könte ich Sie
in
Bester
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Hamann, in Ihrer Schlafmütze in Ihren Sorgstuhl vergessen! Wie oft habe
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ich Sie in diesen Aufzuge gesehen, und frohe und lehrreiche Stunden bey Sie
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Hausmutter
Anna Regina Schumacher
zugebracht! – – Ihrer lieben Hausmutter und lieben schönen Kinder küsse
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ich herzlich. – Gott lasse Ihnen alle, das alte Jahr froh und gesund schließen,
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und schenke Ihnen und den Ihrigen im neuen Jahr was zu Ihrem Wohl
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Professor Kreutzfeld
Johann Gottlieb Kreutzfeld
dienet, und erhalte Sie mir als Freunde. – Den Würdigen Professor
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Brahl
Johann Brahl
HE. Löwen
Samuel Liepmann Löwen
Kreutzfeld, den Würdigen Brahl und HE. Löwen meinen besten Empfehl. Wie gehet
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es Brahl mit seiner Muße? – Nun Bester Vater leben Sie wohl leben Sie
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glücklich. Ich küsse Sie herzlich, und bin Ihre Wahrhafte Freundin
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Stoltz
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In der größten Eile der Schlitten stehet vor der tühre um auszufahren. –
Provenienz
Druck ZH nach den unpublizierten Druckbogen von 1943. Original verschollen. Letzter bekannter Aufbewahrungsort: Staats- und Universitätsbibliothek Königsberg, Msc. 2552 [Roths Hamanniana], II 29.
Bisherige Drucke
ZH IV 250 f., Nr. 610.