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365/5
Kgsb den 8 Febr. 82.
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Herzlich geliebtester Freund
7
Den 29
pr.
kam Ihr Fäßchen
Caviar
an und ist auch sogl. auf Ihre
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Gesundheit von der ganzen Familie verzehrt worden, auf Ihr Wohlergehen. Er
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war vortreflich –. Vorgestern wurde sehr durch eine Einlage, welche mir HE
10
Isaac Levin
zuschickte, beunruhigt; gestern Morgen, da ich eben in Begrif
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war Erkundigungen einzuziehen, erhielt wieder eine Einl. durch HE
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Goldschmidt, und wurde beruhigt. Sie sehen, daß die Schuld nicht an mir gelegen,
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und ohngeachtet meiner
indolence
und
langueurs,
woraus mein Leben besteht,
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bleib ich doch ungern Freunden eine Antwort schuldig. Morgen denk ich mit
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Vergleichung … Schreiter
mit dem Übersetzungsvergleich der
Hume-Übersetzung
bei Weygand von
Carl Gottfried Schreiter
mit
Hamanns eigener
, als Teil des
Hume-Essays
der Vergleichung der Humischen Uebersetzung von Adv. Schreiter zu Ende
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Atheist für Theist
Gemeint ist die Stelle in
Humes
Dialogues concerning natural Religion,
S. 88:
„How is this compatible with that perfect immutability and simplicity, which all true Theists ascribe to the Deity?“ – vgl. in Schreiters
Gesprächen über natürliche Religion von David Hume,
S. 80f.:
„Wie verträgt sich dieß mit jener vollkommenen Unveränderlichkeit und Einfachheit, welche alle ächte Atheisten der Gottheit beylegen.“
ausgelaßene negation
nicht ermittelt
zu kommen, worinn 3 grobe Druckfehler, Atheist für Theist, eine ausgelaßene
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Auslaßung … poetischen Stelle
Gemeint ist wohl die Auslassung des
Milton-
Gedichts in
Humes
Dialogues concerning natural Religion,
S. 179
, das bei
Schreiter, S.
übergangen wird.
negation,
die einen verkehrten Sinn giebt, und die Auslaßung einer poetischen
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Stelle das vornehmste sind. Die philosophische Genauigkeit ist durch den
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affectirten
Purismum
und die sehr uneigentl. Umschreibungen mancher
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Kunstwörter verdunkelt und beynahe bisweilen verhudelt worden.
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D. Schlegel
Gottlieb Schlegel
HE
D.
Schlegel wird vermuthl. Anzeigungen zur
Praenumeration
auf
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unsers Cons. Raths Bock wirthschaft. Geschichte von Preußen erhalten haben.
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letztern
Friedrich Samuel Bock
Ich besuchte letztern zufälliger weise, der bisher nicht mehr als 5
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Pränumeranten aufzuweisen hat. Suchen Sie sich doch dieses in alle Wege
nützl
. u
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mühsamen
Werks so viel Sie können, aus patriotischer Nachbarschaft
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anzunehmen, und wo mögl. durch unsere Landsleute in Petersb. worunter auch,
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Prediger Wolf
Martin Luther Wolff
wenn ich nicht irre, ein gewißer Prediger Wolf gehört, die Ausgabe zu
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befördern. Laßen Sie sich dieses mein Anliegen empfohlen seyn und antworten
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Sie darauf.
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An Kleukers Nachtrag zur Zend-Avesta fehlt der Bogen
Q
im
II.
Theil
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S. 121–128. Der Custos ist das Wort:
Vierte
. Ich schickte sogl. zum
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Buchbinder das Exemplar, es hat aber nicht können wegen dieses
Defects
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gebunden, sondern muß
ad interim
blos geheftet werden. Sie werden ohne
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mein Bitten bey Gelegenheit dafür sorgen.
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Den 1
huj
ist endl. Gevatter Claudius Arche angekommen. Der
The
ist
S. 366
vortrefl. verwahrt gewesen, und ohne daß ich weiß wie es zugeht, von unsers
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Freundes, der ihn
recta
mit einer
Caravane
erhalten, an Kraft u Wirkung
3
Klopstocks Meßias
Klopstock,
Messias
, eine Exemplar war in Claudius’ ‚Kasten‘; Klopstock erfüllte eine Bitte Hamanns von 1780 (vgl.
HKB 603 ( IV 227/16 )), nach der Vermittlung von Hamanns damaligem Brief durch Claudius (vgl.
HKB 617 ( IV 287/18 )).
sehr verschieden und demselben überlegen. Klopstocks Meßias soll wills Gott!
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Sonntag Esto mihi
10. Februar 1782
diesen Sonntag
Esto mihi
eingeweiht werden. Ein sehr schönes Kupfer vom
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Düßeldorfer Jacobi
Friedrich Heinrich Jacobi
I Theil seiner Werke
Jacobi,
Vermischte Schriften
, vgl.
HKB 636 ( IV 349/18 ); das von Claudius vermittelte Geschenk ist ein Initiator für Hamanns und Jacobis spätere Freundschaft, vgl.
HKB 660 ( IV 416/7 ).
Düßeldorfer
Jacobi
nebst dem
I
Theil seiner Werke habe auch erhalten.
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Ausgabe … Chesterfield
Stanhope,
Letters
Eben jetzt lese die prächtige Ausgabe der Briefe und vermischten Werke
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des Lord Chesterfield in 4 grossen 4
o
Bänden, welche 40 rth in Engl. kosten
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Uebersetzung
die sechsbändige Übersetzung von
Gellius
,
Briefe des Herrn Philipp Dormer Stanhope, Grafen von Chesterfield, an seinen Sohn Philipp Stanhope, Esquire, ehemaligen außerordentlichen Gesandten am dresdner Hofe
sollen. Die Briefe an seinen Sohn haben mir in der Uebersetzung eben nicht recht
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gefallen, daher ich nur die zwey ersten Theile gelesen. Aus der Qvelle schmecken
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sie mir beßer, ich habe eben das zweyte
Volumen
der Briefe angefangen und
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kann nicht aufhören.
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Mein Hänschen hat seine 14te Stunde heute im pollnischen gehabt u findet
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mehr Geschmack an der Sprache als ich ihm zugetraut. Er übersetzt schon
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Woyna Chocimska
Krasicki,
Woyna chocimska
den ersten Gesang des
Woyna Chocimska
vom Bischof von Ermland.
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Haben Sie heute Nachrichten aus Zürich? Gott schenke Ihnen doch
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Meße und Reise
Zur geplanten Reise zur Leipziger Frühjahrsmesse und in die Schweitz über Königsberg vgl.
HKB 634 ( IV 343/28 ); Hartknoch konnte die Reise tatsächlich antreten, vgl.
HKB 645 ( IV 371/18 ).
Kapellmstr. Reichard
Johann Friedrich Reichardt
, der sich vom 10. Februar bis zum 17. April 1782 mit seiner Familie in Königsberg aufhielt und und Hamann wiederholt besuchte, vgl.
HKB 646 ( IV 372/16 ).
Gesundheit und Kräfte zur Meße und Reise. Kapellmstr. Reichard wird hier mit
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seiner ganzen Familie erwartet – auch von mir, mit meinem Hamb. oder
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Wansbecker Rauchfleisch und Flasche Malaga.
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neuen Verlage
von
Kants
Grundlegung zur Metaphysik der Sitten
; die Abmachung wurde erst kürzlich getroffen, zuletzt wusste Hamann noch nicht davon, vgl.
HKB 641 ( IV 364/36 ).
Zum neuen Verlage wünsche Ihnen Glück. Auf den kleinen Nachtrag zur
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Kritik warte mit mehr Antheil. Hier komt monathl. ein Bogen zu den
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Hartungschen … Verzeichnis
nicht ermittelt?!?
Hartungschen Zeitungen heraus, unter dem Titel: Raisonnirendes Verzeichnis –
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John, Brahl, Mohr
George Friedrich John
,
Johann Brahl
,
Friedrich Samuel Mohr
; vgl.
HKB 611 ( IV 255/10 ) davon ich heute die erste Probe gelesen. John, Brahl, Mohr u d. gl. scheinen
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die jungen Raisonneurs zu seyn. Wenigstens hat man das Vergnügen die
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Idee
des alten Unternehmens nunmehr wirklich realisirt zu sehen – Alle
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meine Kinder sind zum Nachbar Miltz oder vielmehr seiner kleinen Tochter
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abgeholt worden, und mir thut es recht bange so einsam zu seyn.
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Wenn Sie was vom Freund George wißen, so melden Sie mir. Empfehlen
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Sie mich seinem HE Bruder. Leben Sie mit Ihrem ganzen werthen Hause
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recht wol. Hänschen u seine Schwestern sagen Ja! Ja! im halben Schlaf,
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wie ich auch diesen Brief schließen muß. Und hiemit Gott empfohlen.
au
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revoir
von Ihrem alten Freunde
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Johann Georg Hamann.
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Adresse mit Lacksiegelrest:
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HErrn / HErrn Hartknoch / in /
Riga
.
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Claudius Arche
Der angekündigte ‚Kasten‘ mit Viktualien von
Claudius
, nach
1 Mo 6,14
, vgl.
HKB 636 ( IV 349/19 ).
Vermerk von Hartknoch:
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HE Hamann in Königsberg
37
Empf den 9
Febr
782
Provenienz
Druck ZH nach den unpublizierten Druckbogen von 1943. Original verschollen. Letzter bekannter Aufbewahrungsort: Staats- und Universitätsbibliothek Königsberg, Msc. 2552 [Roths Hamanniana], I 5.
Bisherige Drucke
Friedrich Roth (Hg.): Hamann’s Schriften. 8 Bde. Berlin, Leipzig 1821–1843, VI 237.
ZH IV 365 f., Nr. 642.
Zusätze fremder Hand
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366/36 –37
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Johann Friedrich Hartknoch |