612
258/25
Kgsberg den 1 Jänner 81.
26
Herzlich geliebtester Landsmann, Gevatter und Freund,
27
Das alte Jahr gieng für mich mit dem schönsten Abendroth unter, und ich
28
trächtigen Briefes
HKB 607
war vor Freuden außer mir über den Empfang Ihres trächtigen Briefes.
29
Kreutzfeld
Johann Gottlieb Kreutzfeld
Bötticher …
Jakob Gottlieb Isaak Bötticher
, Hofmeister bei
Ernst Ahasverus Heinrich Graf von Lehndorff (1727–1811)
Kreutzfeld, Wedicke ein Hofmeister eines Grafen von Dohna, Bötticher, des
30
Grafen von Lehndorf
Hofmeister
waren Zeugen und ich jug sie alle zum Hause
31
heraus, oder würde es vielmehr gethan haben, wenn sie nicht von selbst gegangen
32
wären. Nicht nur Ihr freundschaftliches Andenken, sondern auch der
33
glückliche Termin, des zwar
geahndeten
aber immer
bezweifelten
Genußes zum
34
Feyerabend, war für mich ein rechter Seegen. Ich bin, bester Herder, so
S. 259
hypochondrisch, daß ich vor Grillen, Feigheit und Unlust beynahe umkomme. Ich
2
komme fast nicht aus dem Hause – und
bin
daher auch für meine Briefe wie für
3
meinen Umgang besorgt, und fürchte mich, durch beydes andere anzustecken,
4
und meinen Trübsinn weiter auszubreiten. Mangel der Bewegung und der
5
Diät, von der einen Seite, Mangel der Nahrung und eines Reitzes für meine
6
Leidenschaften –
7
Bey dieser Laune hatte ich mir schon vor vier Wochen vorgenommen keinem
8
Menschen hier zum Neuen Jahr zu
grat
uliren. Ihr Brief goß auf einmal so
9
viel Oel in meine Lampe, daß ich mich wie neugeboren fühlte; gieng also heute
10
in die Hospitalkirche, um Ihren Einschluß dem Pf. Fischer abzugeben. Durow,
11
Reichards Schwager, sah mich, kam beym Ausgange zu mir, u bat mich bey
12
ihm anzusprechen. Ich gieng also erstlich zum Pf. der aber noch nicht aus der
13
Kirche gekommen war, ungeachtet ich alles zum Ende abgewartet – ließ also
14
den Brief der Dienstbotin, und gieng nahe bey zu
Dorow,
wo ich wieder mein
15
Erwarten die Sechswöchnerin noch in
praesepio
fand und weder Mutter
16
noch Sohn zu sehen bekam, der ein wahrer Riese seyn soll und der Mutter
17
Citronelle
Zitronenlikör
Sohn … Scipio
Johann Michael Hamann
, nach dem Tugendvorbild
Scipio Africanus
, der bereits in jungen Jahren seinem Vater das Leben rettete (
Liv.,
ab urbe condita
, 21, 46)
fast das Leben gekostet. Trunk ein Schälchen
Citronelle,
wie mir mein Sohn
18
sagte, der die
Etiquette
der Flasche gelesen hatte und gieng mit meinem
19
kleinen
Scipio
zu Hause um meine letzte Gans zu verzehren – aber leider! es
20
war ein zäher Ganter, und die 12te war mir am heil. Abend vor Weynachten
21
einzige Freundin
Sophie Marianne Courtan
gestohlen worden. Dem ohngeachtet hatte ich die einzige Freundin u
22
Bekanntin die in meinem Hause verkehrt zu Gaste gebeten; mein Sohn brachte sie
23
zu Hause gleich nach Tische, weil sie selbst Besuch erwartete. Und da hab ich
24
Beichtvater
Friedrich Wilhelm Matthes
bis 5 Uhr
deliberi
rt bey meinem Beichtvater zu gehen, entschloß mich aber
25
lieber den ersten Tag des Jahres an Sie zu schreiben, oder meinen Brief
26
wenigstens
anzufangen
27
So tumm hat sich also das liebe Jahr bey mir angefangen. Bey mir gehen
28
leider! auch Thaten in Seuftzer über; wenigstens daran hat es gestern nicht
29
gefehlt, daß Ihnen der liebe Gott so einen frölichen Anfang schenken möchte,
30
als mir der Beschluß gewesen durch Ihren Brief u Ihr
Dedications Exemplar.
31
Ich habe die Ahnung gehabt, daß mein erkauftes nicht das rechte Exemplar
32
Kreutzfeld …
Johann Gottlieb Kreutzfeld
mit
Friedrich II.,
De la littérature allemande
(am 15. Dezember 1780), vgl.
HKB 611 ( IV 253/37 ) gewesen; welches ich lesen sollte; und weil mir Kreutzfeld mit dem
Original de
33
la Litterature Allemande
wie wol zu spät und zu zweydeutig erfreut, so gab
34
ich ihm auf der Stelle mein erstes Exemplar mit einem
argumento ad
35
hominem
dergl. mir noch bisweilen einfallen und die ich ungern unterdrücke.
36
Von Pf. Fischer hab ich seit der Einl. nichts gesehen nichts gehört – daher
37
mir recht selbige gewünscht diesen Anlaß mich nach seiner Entfernung zu
S. 260
erkundigen, welches ich noch diese Woche zu thun hoffe, um wenigstens zu
2
wißen, ob ihm Ihr Einschluß auch so willkommen gewesen wie mir. Er hat
3
einige
ausgesuchte
Zuhörer, ohngeachtet meiner widerholten Versuche aber
4
Dorow versichert …
Jacob Friedrich Dorow
; in der Frage um Hamanns eventuellen neuen Beichtvater, vgl.
HKB 611 ( IV 253/33 ) bin ich nicht im stande ihn zu vernehmen und
Dorow
versichert, daß der Mann
5
sich zu keiner einzigen Kirche sondern blos zum
Cabinetsprediger
schickte,
6
welches mir richtiger vorkomt als es mir lieb und in der That Schade ist;
7
denn sein Brief hat mich gantz verliebt in den Mann gemacht.
8
Ich lese Ihre Preisschrift heute schon zum zweiten mal – und mit eben so
9
viel Zufriedenheit als ich Verdruß über die zweyköpfige außerordentl. gehabt
10
S’il est …
Die veröffentlichte Frage begann mit dem feinen Unterschied „Est-il-utile au peuple d’être trompé […]“, ob es also
für das Volk
nützlich sei, getäuscht zu werden; die ‚ursprüngliche Aufgabe‘ hat eine andere Perspektive, nämlich diejenige des Herrschers,
Friedrichs II.
– Herkunft des von Hamann reportierten Gerüchts nicht ermittelt. Es stimmt aber, wie man dem später edierten Briefwechsel
d’Alemberts
mit Lagrange entnehmen kann, vgl.
Correspondance de Lagrange avec d’Alembert.
Texte établi par Ludovic Lalanne, Gauthier-Villars (Œuvres de Lagrange, Bd. 13, 1882, S. 336f.).
habe:
S’il est utile de tromper le peuple –
wie die ursprüngl. Aufgabe
11
Sic et non zu krönen
Die publikationspolitische Entscheidung, in der
Dissertation sur la question extraordinaire
eine positive und eine negative Antwort abzudrucken; nach der gleichlautenden Schrift des
Abaelard
und dessen scholastischer Methode, einander widersprechende kanonische Aussagen zu untersuchen.
gelautet haben soll. Das
Sic et non
zu krönen scheint eben so politisch als die
12
Wendung in die Form:
S’il est utile
aux peuples
d’etre trompé.
Mir komt beydes
13
mehr spitzfindig als klug vor.
14
Die mir gemachte Anzeige der Druckfehler ist mir lieb. Hab ich aber selbige
15
fernen Griechenlande
Herder,
Dissertation sur l’influence des Sciences sur le Gouvernement et du Gouvernement sur les Sciences
, S. 32
(„feinen Griechenland“)
recht gefunden? S. 32 soll wol heißen dem
fernen
Griechenlande? S. 30.
16
trivium statt biuium
Herder,
Dissertation sur l’influence des Sciences sur le Gouvernement et du Gouvernement sur les Sciences
, S. 30
(„bivium und quadrivium der Gelehrsamkeit“)
feinern statt feinem
Herder,
Dissertation sur l’influence des Sciences sur le Gouvernement et du Gouvernement sur les Sciences
, S. 16
(„theilweise und in feinem Larven wiedergekehrt ist“)
trivium
statt
biuium
S 16.
feinern
statt feinem.
Noch S. 76 Z. 24.
17
ergieng
Herder,
Dissertation sur l’influence des Sciences sur le Gouvernement et du Gouvernement sur les Sciences
, S. 76
(„die Dichtkunst ergieng sich an Epigrammen und unzüchtigen Versen“)
ergieng
? – trau mir nicht zu, das rechte Wort zu treffen.
Ich habe kürzl.
18
Heumanns Acta φφorum … Galilei Leben
Heumann,
Acta Philosophorum
; die
Lebensbeschreibung Galiaei Galiaei
erschien in Bd. 3 (1726), S. 261–282, 400–423, 467–484. und 803–814.
Heumanns Acta
φφ
orum
durchgelaufen, wo
Galilei
Leben darinn steht.
19
Banden … Hausarrest
Es geht um die Vorstellung, Galileo Galilei sei nach seinem Prozess von 1632 wegen des kopernikanischen Weltbildes eingekerkert oder in Ketten gelegt worden, das Herder in der
Dissertation sur l’influence des Sciences sur le Gouvernement et du Gouvernement sur les Sciences
, S. 42
bemüht; diese drastische Vorstellung ist tatsächlich eher ein Produkt protestantischer Propaganda; er wurde nur unter Hausarrest gestellt und bekam Lehr- und Publikationsverbot, wie es auch in der
Lebensbeschreibung Galiaei Galiaei
bei Heumann, Bd. 3, S. 413f. steht.
So viel
es
ich mich erinnere, kam es nicht bis zu Banden, sondern es blieb
20
bey einem ziemlich gemächlichen Haus
Arrest.
Irre ich nicht in diesem
21
Umstande; so würde es richtiger heißen
sollte
als muste Banden tragen.
22
Orbil
Friedrich II. als Zuchtmeister der deutschen Literatur in
De la littérature allemande
, nach dem prügelnden Schulmeister des Horaz in
Hor.
epist.
, 2, 1, 70f.; vgl. auch Hamanns erste Reaktion auf Friedrichs II. Schrift
HKB 611 ( IV 253/36 ) Den
Orbil
der
Litterature Tudesque
habe zweymal im
Original
und
23
Despotismo des Geschmacks
vgl.
Herder,
Dissertation sur l’influence des Sciences sur le Gouvernement et du Gouvernement sur les Sciences
,
S. 17
: „es giebt einen Despotismus des Geschmacks, wie der Regierung, der Gedanken sowohl als der Gesetze und Sitten; und meistens ist derselbe mit Pracht, Colossalischer Größe und Uebermaas begleitet – – Die Regierung, unter der allein Natur, rechtes Maas und Verhältniß statt findet, ist – Freiheit.“
ebensoviel mal in der Uebersetzung gelesen. Was Sie vom
Despotismo
des
24
Geschmacks sagen, ist wirklich seine Absicht, den welschen einzuführen. Alles soll
25
Ein Leisten, Ein Schuh seyn, Fabrike u Heerdienst seiner Eitelkeit, und seines
26
Götzens Mäusim. Das philosophische Antichristentum ist an die Stelle des
27
Päbstischen getreten, und die Philosophie ist der Koran des Lügenpropheten
28
und seines Islamismus. Doch ich will Sie nicht länger mit Ihrem eignen
29
Fette beträufen.
30
Den ersten Weynachtsfeyertag habe Ihrer lieben Schwester geantwortet,
31
weil es mir wirklich aus ihrer Empfindlichkeit schien, daß ich in einigen
32
Kleinigkeiten nicht gänzlich geirrt – und ich ohne Ruhm zu melden auch ein wenig
33
piqui
rt war, daß Sie meinen
ganzen Brief
widerlegen könnte, der mir nicht
34
leicht geworden war. Ich brauchte also Ihr eigenes Bild, was sie von ihrer
35
Lage recht lebhaft gemacht hatte, um
Ihr
Stillschweigen und mein Geschwätz
36
zu entschuldigen – und Sie in ihrem Vertrauen auf die Göttl. Vorsehung
37
Mann
Christoph Güldenhorn
zu befestigen. Daher vermuthe ich daß der Mann durch ihre Beflißenheit seine
S. 261
Stelle zu vertreten und zu ersetzen in eine so liderliche Nachläßigkeit gerathen
2
ist; denn ich sehe es immer für sicherer an, mit einem kranken Haupt zu
3
sympathisiren, die Schwäche und Schande deßelben zu theilen, als selbiges
4
Macht auf dem Haupte
1 Kor 11,10
unmündig zu machen, und dadurch zu verwöhnen. Eine Macht auf dem Haupte
5
eines Weibes muß seyn, wenn sie auch nur in einem Schleier besteht, und eine
6
Schlafmütze zum Mann ist beßer, als eine solche unnatürliche Wittwenschaft.
7
Pfarrin in Morungen
N.N. Skubich
Die Pfarrin in Morungen hat ihn mir beschrieben als einen Mann von
8
recht artigem Ansehen und Umgange, und
s
Sie klagt am meisten darüber,
9
daß er seine Faulheit mit einem Vertrauen auf Gottes Hülfe zu bemänteln
10
sucht, scheint auch widerum mit seinem persönlichen Betragen zufrieden zu
11
seyn. Bey diesen Umständen ließe sich noch immer vermuthen, daß durch
12
Gedult etwas ausgerichtet werden könnte.
13
Sind Sie
imstande
mir etwas näheres zu meiner Berichtigung oder
14
Beruhigung mitzutheilen, so thun Sies doch. Denn nach allen Nachrichten,
15
scheint mir der Mann auch noch kein solcher Barbar und Bösewicht zu seyn,
16
der muthwillig sein Fleisch und Blut zu betrüben imstande ist – Auch die
17
Intervalla
in seiner Aufführung sind noch ein gut Kennzeichen in meinen
18
Augen.
19
Kreutzfelds Abhandl …
wohl
Kreutzfeld,
Ueber das Verhältnis beyder Geschlechter
für
Wielands
Teutschen Merkur
, vgl.
HKB 611 ( IV 253/14 ) Kreutzfelds Abhandl. wird vermuthl. für den Mercur schon eingelaufen
20
seyn. Wißen Sie schon etwas davon. Am heil. Abend hab ich am dritten
21
Qvartal
mich bis in die späte Mitternacht gelesen, auch in der Erwartung
22
Blatt zur Chronik …
J.C. Berens,
Blatt zur Chronik von Riga
; Herders Rezension erschien im
Oktober-Heft des
Teutschen Merkur
, dem ersten Heft des 4. Vierteljahres, S. 81–84
, vgl.
HKB 609 ( IV 250/16 ).
etwas von Ihnen und dem Blatt zur Chronik zu finden. Das letzte Vierteljahr
23
ist noch nicht hier.
24
Den 14
Dom II Epiph.
25
Würde gern diesen Anfang
cass
iren, wenn ich einen beßern mir zutrauen
26
könnte. Bin vorige Woche fast Tag für Tag ausgewesen, mehr aus Noth als
27
aus Lust. Zum vierten mal traff endl. den Pf. Fischer zu Hause und vorigen
28
Einlage
nicht überliefert
Donnerstag erhielte Einlage, die er mir zu versiegeln oder zu entkleiden
29
überlies. Ich schicke sie so wie ich sie empfangen. Auf die Woche versprach er mir
30
seinen Gegenbesuch.
31
Kr. Hippel habe auch vorige Woche zum ersten mal im Jahr gesehen. Er
32
scheint seinen Posten mit viel Verdruß angefangen zu haben. Er hat auf seine
33
Minister v Gaudi
Leopold Otto von Gaudy
Kosten nach Berl. gehen wollen; der Minister v
Gaudi
hat ihm aber den Rath
34
gegeben sich ein paar Monate erst recht umzusehen auf seinem Grund u
35
Boden u ihm alsdenn einen Kgl. Vorspann Paß u 2 rthl
Diaeten
versprochen.
36
Kraus ist angekommen als
Prof
der Moral u Politik. Den 4ten
huj.
kam
S. 262
Kanter
Johann Jakob Kanter
Dängel
Carl Gottlob Dengel
er und Kanter mit einem liebenswürdigen Mann,
Dängel
der den Laden an
2
Hartung
Gottlieb Leberecht Hartung
sich nehmen wird, worüber ich mich herzlich freue, weil bey Hartung nichts
3
zu haben, wie und warum der Kerl die günstige Zeit verschlafen, begreift kein
4
Mensch.
5
Hartknoch
Johann Friedrich Hartknoch
Meße
die Frühjahrsbuchmesse in Leipzig
Hartknoch soll wider sehr krank seyn; wenigstens ist ihm verboten die Meße
6
Kant
Immanuel Kant
selbst zu machen. Kant sprach auch vorige Woche bey meiner großen
Tour
7
die ich gemacht. Er meldete mir daß sein Werk nicht zu Berl. gedruckt werden
8
Halle
bei Grunert in Halle, von Spener überwacht; Kant war letztlich mit dem Druck sehr zufrieden, vgl.
Kant: AA X, Briefwechsel 1780 , S. 266
Briefwechsel mit dem Verleger
mit Hartknoch, nicht überliefert, vgl.
Kant: AA X, Briefwechsel 1780 , S. 262
könnte, sondern zu Halle, worüber er zu einem verdrüsl. Briefwechsel mit
9
dem Verleger gekommen, scheint aber alles nach Herzenswunsch beygelegt
10
zu seyn. An Hartkn. Außenbleiben verliere viel, Gott woll ihn doch noch
11
erhalten
12
Kein Mercur, neml. vom letzten
Qvartal,
kein
Temple,
kein
Buffon,
kein
13
Heinekens Buchstabierbüchlein
Heineckens
Heinicke,
Neues A, B, C, Sylben- und Lesebuch
, vgl.
HKB 609 ( IV 250/9 ) Rousseau,
kein
Daguesseau
– nicht einmal Heinekens Buchstabierbüchlein
14
mittelstes Mädchen
Magdalena Catharina Hamann
für mein mittelstes Mädchen ist hier zum Ansehen zu bekommen, geschweige
15
zu haben. Eine solche
Quarantaine
in der
Litteratur
ist nicht erhört, seit
16
Albertinens Stifftungstag
Die Albertina wurde am 30. Juli 1544 gegründet.
Albertinens Stifftungstag.
17
Autorschaft
an
Hamann (Übers.),
Dialogen die natürliche Religion betreffend
und dem Begleitessay, vgl.
HKB 607 ( IV 241/18 ) Auf meine Autorschaft zu kommen: so wars auf Hartknochs ausdrückl.
18
Ankündigung der Humischen Uebersetzung
Herders Ankündigung der Hume-Übersetzung „von dem berühmten Hamann“ im
Teutschen Merkur
,
4. Vj. 1780 (Oktober), S. 90
, vgl.
HKB 607 ( IV 241/22 ) Verlangen, daß die Ankündigung der Humischen Uebersetzung geschah, und
19
weil ihm damit ein Gefallen geschah, so wars auch mir lieb. Zwar hat er seine
20
erste Erklärung
Nicht überliefert; wohl Hartknochs positive Antwort auf
HKB 596 ( IV 205/26 ); nachdem man von der anderen Übersetzung hörte, folgte noch eine Änderung des Projekts (
HKB 601 ( IV 222/20 )) und der Vorschlag, eine zweite Übersetzung zu verlegen (
HKB 602 ( IV 225/19 )), schließlich die Absage (
HKB 605 ( IV 233/10 )).
erste Erklärung zurückgenommen, da er von einer andern Uebersetzung hörte:
21
ich mag aber gern bey einer Farbe bleiben, und den armen Kranken nicht von
22
Kant …
Kant
, der das Manuskript der
Dialogen die natürliche Religion betreffend
korrigierte, vgl.
HKB 601 ( IV 222/4 ) neuen mit abgemachten Sachen beunruhigen. Kant hat mir gestern das
Mst.
23
zurückgeschickt, weil Hippel u Pleßing mich darum ersucht. Ich habe es beyden
24
versprochen, ersterer wird nunmehr keine Zeit dazu haben, da er nicht einmal
25
Nicolai’s Erzehlung
Nicolay,
Das Schöne
Nicolai’s Erzehlung: Das Schöne in 3 Wochen ansehen können, und
26
letzterer soll es auch nicht in seine Hände bekommen. Der Götterbote soll übrigens
27
nicht zum Lügner werden – Gönnen Sie mir das Vergnügen, welches ich mir
28
beyden Uebersetzungen
Hamanns eigener und der
anderen
, die seit der
Frühjahrsmesse 1780
angekündigt ist, vgl.
HKB 596 ( IV 206/5 ) bey der Vergleichung der beyden Uebersetzungen verspreche, und es soll für
29
mich zugl. eine Probe seyn, ob ich in diesem Stück was beßeres als andere zu
30
liefern im stande bin. Im Grunde ist es mir immer lieber wenn ein anderer
31
verführerischen Buchs
Hume,
Dialogues concerning natural Religion
die Mühe u Gefahr über sich nimmt der Uebersetzer eines verführerischen
32
Buchs zu seyn. Zweytens müste ich doch noch
einmal
die ganze Schrift
33
durchgehen, um die wenige Erinnerungen meiner Freunde zu prüfen und
34
anzubringen. Meine Zeit ist so kurz, daß ich die Viertelstunden stehlen muß, um mit
35
Hänschen
Johann Michael Hamann
Florus
Florus
Hänschen ein Kapitel im N. T. ein paar Verse im A. ein Kapitel im
Florus,
36
Odyssée
Hom.
Od.
einen kleinen Abschnitt in der
Odyssée,
die lateinische große Märksche
37
gr.
griechische Grammatik, nicht ermittelt
Grammatik (die gr. hab ich voriges Jahr mit ihm zu Ende gebracht) und eine
S. 263
Lection
im Ebert durchzupeitschen. Die meisten sind geliehene Bücher, die ich gern
2
Voltairens Werke
Voltaire,
Collection complette
(1770–1781)wider los seyn wollte.
Voltai
rens Werke liegen auch bey mir um selbige in
3
einem Zuge durchzugehen. Ohngeachtet meiner übertriebnen Eingezogenheit
4
und übeln Laune fehlt es mir doch nicht an Ueberlauf, die häusl. Störungen
5
ungerechnet, da ich nicht anders als im Gewühl meiner Kinder leben, lesen u
6
schreiben kann, weder spät zu Bett zu gehen noch früh aufzustehen imstande
7
bin, außerordentl. Fälle ausgenommen.
8
Ziehens Mst
das Manuskript des
‚Zellerfelder Propheten‘
, das Herder an Hamann sandte und dieser bat, behalten zu können, da es mittlerweile im
Druck
erschien, vgl.
HKB 607 ( IV 244/19 ) Wenn ich von Ziehens
Mst
das gewußt hätte was Sie mir sagen; so hätte
9
ich nicht das Herz gehabt es mir zuzueignen noch Ansprüche darauf zu machen.
10
Tant mieux pour moi!
dt. um so besser für mich!
Sic vos non vobis
dt. So müht ihr euch ab, aber nicht für euch selbst; lateinisches Sprichwort nach der
Vita Vergilii
, 17 des
Aelius Donatus
.
Tant mieux pour moi! Sic vos non vobis –
für den HE Hofrath.
11
Da Ihre Freundschaft so zuvorkommend ist, darf ich Sie kaum erinnern,
12
Briefe
Herder,
Briefe, das Studium der Theologie betreffend
, Tl. 3 und 4, vgl.
HKB 607 ( IV 246/32 ) darf
mich mit einem warmen Exemplar der Briefe zu erfreuen. Keine
13
Schrift hat auch hier so viel Beyfall gefunden, u wo ich nicht vermuthet, bey
14
Layen und
Clericis;
von keinem öffentl. Urtheil weder gehört noch gelesen.
15
Hippel, Fischer, Kreutzfeld
Theodor Gottlieb Hippel
,
Carl Gottlob Fischer
,
Johann Gottlieb Kreutzfeld
Hippel, Fischer, Kreutzfeld haben mir vorzügl. für meine Mittheilung
16
gedankt. Der mittelste wird künftige Woche kommen Ihre Preisschrift selbst
17
abholen, die ich bisher ziemlich warm gehalten.
18
Frage über die Vorurtheile
Dissertation sur la question extraordinaire
vgl.
HKB 607 ( IV 246/9 ) und
oben
Die Frage über die Vorurtheile verdient freylich in einem beßern Licht als
19
dem akademischen beleuchtet zu werden. Das Volk wird freylich je mehr
la
20
duppe,
desto mehr
fripon,
und viele sind immer mehr im stande Einen, als
21
Einer viele zu betrügen. Es bleibt also immer das sicherste und vernünftigste
22
Mundus vult
nach dem lateinischen Sprichwort ‚mundus vult decipi‘ (‚die Welt will betrogen werden‘), die verschiedentlich antiken Autoren zugeschrieben wurde, aber zum ersten Mal gesichert bei Sebastian Brandt vorkommt, ebenso bei
Luther
,
WA, Bd. 29, S. 40
für einen Fürsten, keine Lüge und Betrügereyen zu
privilegi
ren. Aber
Mundus
23
vult
– und wären keine Betrüger, die sich einander stürzten: so würd es für
24
das kleine Häuflein der Ausnahmen noch mißlicher aussehen. Der platonische
25
Mysterium stupiditatis und iniquitatis
das Geheimnis der Dummheit und Bosheit/Ungerechtigkeit; nach
2 Thess 2,7
(dort ohne stupiditas)
Dialog wäre freylich der beste Weg das
Mysterium stupiditatis
und
26
iniquitatis
in der politischen Aufgabe zu entwickeln.
27
um 6 Uhr des Abends.
28
Kraus
Christian Jacob Kraus
Ich bin meiner Gäste alle auf einmal entledigt.
Kraus
machte den Anfang
29
meinen
Johann Michael Hamann
mit des Kaufmann
Müllers
jüngsten Sohn, der meinen abholte. Darauf
30
Mlle Schimmelpfenning
N. N. Schimmelpfennig
Kreutzfeld
Johann Gottlieb Kreutzfeld
kam
Mlle
Schimmelpfenning
in gleicher Absicht; alsdann
Kreutzfeld
,
31
Brahl
Johann Brahl
hierauf
Brahl
, und zuletzt
Wedicke
. Kreutzfeld blieb am längsten, empfiehlt
32
Wedicke
Johann Christoph Wedeke
sich Ihnen. Wenn sein erster Dialog Beyfall findt, denkt er mit einem andern
33
Vernunft u Glauben
nicht überliefert
über
Vernunft u Glauben
aufzuwarten. Er hat seinen vorigen Bedienten
34
Kypkischen Katalog
den Katalog der Bibliothek des verstorbenen
Kypke
, an dessen Erstellung Kreutzfeld beteiligt war, vgl.
HKB 592 ( IV 191/34 ); sein Brief an Herder nicht überliefert
abgeschaft und
ist
darüber verlegen ob Sie den Kypkischen Katalog
franco
35
erhalten haben, weil es ihm acht Tage nachher vorgekommen, daß er zwar das
36
Porto
dem Ueberbringer mitgegeben, aber das
franco
glaubt auf dem Briefe
S. 264
vergeßen zu haben. Wenn Sie sich deßen zu erinnern im stande sind, so
2
beruhigen Sie ihn darüber.
3
Das unglückl. Ende der Princeßin
Czartor.
hat damals in den Zeitungen
4
Präsident
Johann Friedrich Domhardt
gestanden. Unser Präsident hat auf eine ähnl. Art seine Tochter verloren.
5
Bar. von Bondeli
Juliane Charlotte Sophie von Bondeli
Meine alte Gönnerin u Freundin die Bar. von Bondeli, (welche jetzt 3
6
Pensionaires
hält und sich dabey zu Tode qvält ohne erkannt noch aufgemuntert zu
7
werden für ihre heroische
Aufopferung)
hat mir eine rührende Erzählung von
8
der Gedult dieser Märtyrin gemacht in den grösten Schmerzen und von ihrer
9
Beruhigung, nach einer gänzl. Verunstaltung, der Welt entbehren zu können.
10
Nun Gott mache das halb Dutzend voll und laße Ihre Liebe und Freude
11
nach Verhältnis der Pfänder wachsen. Vielleicht werden meine Wünsche und
12
Ahndungen erfüllt Sie als Präsidenten der Akademie zu besuchen; denn in
13
Königs
Friedrich II.
des Königs Landen, brauchte ich nicht ins Cabinet zu gehen. Doch mir komt
14
die ganze Erde als ein Nasendrücker vor.
15
Wie Sie meine Briefe auszustehen im stande sind, weiß ich nicht. Ich dächte,
16
daß einem über der Mühe zu buchstabiren die Lust zu lesen vergehen müste.
17
Für mich giebt es keinen
nexum
der Dinge mehr und keine Verhältnis der
18
action
und
reaction.
Mein
Organon
zu denken und zu schreiben ist noch
19
schlechter organisirt als meine Zunge.
20
die anonym publizierten
Briefe über das Mönchswesen
; Bd. 1 stammte von
Georg Michael Frank von La Roche
, Bd. 2 und 3 (1780) von
Johann Kaspar Riesbeck
, vgl.
HKB 607 ( IV 245/33 ).
Ein zweyter Theil von Briefen das Mönchswesen betreffend kam mir auch
21
seel. Brechter
Johann Jakob Brechter
bedenklich vor, da der seel. Brechter für den Verf. des ersten ausgegeben
22
wurde, habe aber meine Neugierde hierüber bisher nicht befriedigen können.
23
Jener erste Theil ist mir ich weiß nicht wie von Handen gekommen.
24
Den 15 –
25
Hatte gestern weder Gedanken noch Sinnen zu schreiben, und eilte in mein
26
coemeterium
Ruhestätte, Friedhof
Hippel
Theodor Gottlieb Hippel
coemeterium.
Hippel nicht mehr als ein einzigmal in diesem Jahre gesehen;
27
das lebt alle Tage im Sause u Schmause, u will sich daheim vor Arbeit
28
Brief der Cammerherrin von der Recke
Elisa von der Recke
, nicht überliefert, vgl.
HKB 610 ( IV 250/32 ) zerreißen. Er hatte Neugierde einen Brief der Cammerherrin von der Recke zu
29
Herzogin in Curl.
Dorothea von Kurland
lesen, welche eine Schwester der jetzigen Herzogin in Curl. ist u die Sie aus
30
Leichensermon des Bleßig
Blessig,
Rede bei dem Grabe des Freyherrn von Medem
seel. Bruder
Johann Friedrich Graf von Medem
einem Leichensermon des Bleßig auf Ihren seel. Bruder kennen werden.
31
Meine Freundin Stoltz hatt mir diesen Brief unter Bedingung ihn
32
Prinzen
Kronprinz Friedrich Wilhelm
widerzuschicken mitgetheilt. Die ganze Svite des Prinzen ist darinn sehr vortheilhaft
33
Graf Görz
Karl Friedrich Adam von Görtz
Abgesandten in Petersb. Bruder
Johann Eustachius Graf von Goertz
geschildert. Graf Görz ist ihr Liebling, des Abgesandten in Petersb. Bruder.
34
Cammerherr von Bielau
nicht ermittelt, mglw. eine Verwechslung in Caroline Stoltz’ Brief
Cammerherr
von Bielau
, ein Hannoveraner, der sich dort zum Gefolg des
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Pr.
Prinzen
Wieland Göthe u den Stolbergen
Christoph Martin Wieland
,
Johann Wolfgang Goethe
und
Friedrich Leopold Graf zu Stolberg
Pr. angeschloßen, hat sie mit vielen Anecdoten von
Wieland
Göthe u den
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Stolbergen unterhalten. Kennen Sie auch den Mann?
S. 265
Bötticher
Jakob Gottlieb Isaak Bötticher
Rector Funk
Gottfried Benedict Funk
Bötticher hat mir vom Lande des Magdeb. Rector
Funk
Gedanken von
2
dem Nutzen richtig getriebener Philologie in den Schulen mitgetheilt in 5
3
Programmen, worunter das 4te fehlte. In der ersten Fortsetzung werden Sie
4
auch ein wenig scharf beurtheilt; übrigens läßt sich von dem Mann etwas
5
2 Symbola
wohl Kirchenlieder oder Predigten (eigentlich Glaubensbekenntnisse)
erwarten in diesem Fach. Ich kenn den Mann nicht weiter als aus 2
Symbola
6
die mir damals gefielen u ich mir anschafte. Ob mehr ausgekommen sind,
7
weiß ich nicht.
8
in den Zeitungen
wohl in der Rubrik „einkommende Fremde“ der
KGPZ
, Jg. nicht überliefert; vgl. auch
HKB 614 ( IV 267/30 ) Carl
Carl Berens
Heute stand in den Zeitungen ein Kaufmann Berens aus Riga. Carl ist
9
2mal durchgegangen ohne sich um mich zu bekümmern, und ich mag auch
10
2te Blatt
J.C. Berens,
Blatt zur Chronik von Riga
; Hamann hält offenbar eine Übersetzung für eine Art Fortsetzung, vgl.
HKB 614 ( IV 267/16 ) weder Hand noch Fuß rühren um Nachrichten einzuziehen. Das 2te Blatt des
11
Chronikers
Johann Christoph Berens
Prinzen
Kronprinz Friedrich Wilhelm
Chronikers habe noch nicht erhalten. Daß er unsern Prinzen auch beehrt,
12
schien mir Hartknoch zu verstehen zu geben.
13
Sie sind noch der einzige meiner alten Freunde, bester Herder, welcher Stich
14
hält. Vielleicht trägt die Entfernung etwas dazu bey. Werden Sie doch nicht
15
müde mich zu tragen, bey meiner Schwachheit u Unvermögenheit.
16
Gevatter Kaufmann
Christoph Kaufmann
Wißen Sie nichts vom Gevatter Kaufmann. Ein Graf Kayserlingk hat ein
17
HE von Haugwitz
Christian Heinrich August Curt von Haugwitz
Haufen Anekdoten aus Schlesien wo sein Regiment steht, durch den HE von
18
Haugwitz mitgebracht. Er komt aber erst den 18
huj.
vom Lande zurück wo ich
19
Kraus
Christian Jacob Kraus
auch etwas durch Kraus zu erfahren hoffe. Ich gehe nicht mehr hin u werde wol
20
Plastick
Herder,
Plastik
vom Denken u Empfinden
Herder,
Vom Erkennen und Empfinden der menschlichen Seele
die Ehre dieser vornehmen Bekantschaft mit Ihrer Plastick, vom Denken u
21
christl. Magazins
Pfenninger,
Christliches Magazin
Empfinden u dem 1. Stück des christl. Magazins bezahlen müßen.
22
Claudius
Matthias Claudius
; Herder schrieb zuvor, dass Claudius ihm „wie gestorben“ sei, vgl.
HKB 607 ( IV 247/35 ) Mit Claudius geht es mir eben so wie Ihnen. Bisher weiß noch nicht, ob
23
Billet doux
Liebesbrief (wörtl. etwa süßer Zettel), bei Hamann meist allgemeiner für kurzen, persönlichen Brief; gemeint ist
HKB 603
; zu Claudius’ Übergabe vgl.
HKB 617 ( IV 287/18 ) er das
Billet doux
abgegeben oder nicht; welches mir statt aller Antwort
24
Brief an den Verf. des Universums
Hamanns nicht überlieferter Brief an
Carl Theodor von Dalberg
vom 20. Juli 1780, dem Verfasser der
Betrachtungen über das Universum
; Herder berichtete zuvor, dass er den Brief empfangen habe, vgl.
HKB 607 ( IV 246/4 ).
wäre. Eben so angenehm ist es mir, daß der Brief an den Verf. des
25
Universums glückl. eingelaufen und wenigstens von ihm nicht misverstanden
26
worden.
27
Gott vergelte Ihre Treue durch gute Freunde u Nachbarn – und laße
28
Ihre Mayfreude vollkommen seyn. Empfehlen Sie mich bestens Ihrer
29
holdseeligen
Männin
. Meinen herzlichsten Glückwunsch zu Ihrer fünften
30
Mutterschaft und den schönsten Dank für das Andenken Ihrer Handschrift.
31
Pathchen
August Herder
Marianchen
Marianne Sophie Hamann
Gottes Seegen über mein Pathchen u seine Brüderchen. Marianchen war am 2ten
32
Tage des Jahrs sehr krank aber am dritten wider beynah völlig hergestellt.
33
Gott Lob! sonst wächst alles, aber ziemlich
wilde:
34
Ich
hoffe
daß Sie meine Gründe wegen der Uebersetzung genehmigen
35
Verlegers
Johann Friedrich Hartknoch
werden. Mein
Ansuchen
selbige bekannt zu machen geschah in des
Verlegers
36
Namen
. Und aus seiner
Bedenklichkeit
eine zweyte zu verlegen, meine
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Abneigung ihn der geringsten Gefahr auszusetzen
. Komt die im
S. 266
Meßkatalog versprochene
s.o.
Meßkatalog versprochene heraus: so hoff ich mich öffentl. zu rechtfertigen. Kants
2
Buch schlägt aber auch in meinen Plan, und ich muß selbiges abwarten, ehe
3
Litterature allemande
Friedrich II.,
De la littérature allemande
ich selbst zu denken anfange. Die
Litterature allemande
hat mir auch einen
4
Qverstrich gemacht; mein Buchbinder hat ihr einen recht zierl. Pappdeckel
5
das Schöne von Nicolai
Nicolay,
Das Schöne
Eberts Naturlehre
Ebert,
Naturlehre für die Jugend
sein Begriff …
Verwechslung des Autors mit
Adelung,
Kurzer Begriff menschlicher Fertigkeiten und Kenntnisse
(anonym publiziert)
gegeben hinter das Schöne von Nicolai. Eberts Naturlehre, sein Begriff
6
Erasmi Leben von Knight
Knight,
Das Leben des fürtrefflichen Erasmi von Rotterdam
Flacii Leben von Ritter
Ritter,
M. Matthiae Flacii Illyrici Leben und Tod
menschl. Fertigkeiten u Kenntniße,
Erasmi
Leben von
Knight, Flacii
Leben
7
Hyde de Religione Persarum
Hyde,
Historia religionis veterum Persarum
von Ritter,
Hyde de Religione Persarum
liegen mir noch im Wege ehe ich
8
Voltairens 50 Theile
Voltaire,
Collection complette
(1770–1781)Voltai
rens 50 Theile durchlaufen kann – Alles dies Schaarwerk leg ich mir
9
auf aus Mangel einer beßeren und selbstgewählten
Lectur
und um der
10
langen Weile zu entgehen in dieser Hunger-
u
KummerWüsten.
11
Irrthümer u Wahrheit
Saint-Martin,
Des Erreurs et de la Vérité
und
Claudius’
Übersetzung, vgl.
HKB 607 ( IV 247/29 ) Erhalten Sie die
Ra
rität von
Irrthümer u Wahrheit
und Sie finden
12
irgend etwas, das sich mittheilen läst und der Mühe lohnt: so werden Sie es
13
Tidemans stoische φφie
Tiedemann,
Griechenlands erste Philosophen
von Selbst thun. Hält Tidemans stoische
φφ
ie
nicht mehr in sich als
14
Meiners
Christoph Meiners
Griechenlands erste Philosophen. Er ist so wenig mein Mann als Meiners, den
15
Χαιρομεν …
2 Kor 13,9
er geckt u neckt. Vergeßen Sie über Ihr Seminarium, bester Freund, nicht die 3
16
sokratische Gespräche
Χαιρομεν
γαρ ὁταν ἡμεις ασθενωμεν, ὑμεις δε δυνατοι
17
ητε· τουτο δε και
ευχομεθα
—
18
Ich ersterbe Ihr alter Gevatter Landsmann und Freund
19
Johann Georg Hamann,
20
Ονησιμος αχρηστος
.
Provenienz
Staatsbibliothek zu Berlin, Ms. Germ. quart. 1304, 215–216.
Bisherige Drucke
Friedrich Roth (Hg.): Hamann’s Schriften. 8 Bde. Berlin, Leipzig 1821–1843, VI 174–178.
ZH IV 258–266, Nr. 612.
Textkritische Anmerkungen
Der Brieftext wurde anhand der überlieferten Quellen (vgl. Provenienz) kritisch
geprüft. Notwendige Korrekturen gegenüber dem in ZH gedruckten Text wurden vorgenommen und sind
vollständig annotiert. Die in den beiden Auflagen von ZH angehängten Korrekturvorschläge werden
vollständig aufgelistet, werden aber nur dann im Text realisiert, sofern diese anhand überlieferter
Quellen verifiziert werden konnten.
|
259/26 |
anzufangen ]
|
Geändert nach der Handschrift; ZH: anzufangen. |
|
260/16 –17
|
Noch […] treffen.] |
Der Satz steht ohne Einfügungszeichen am Fuß der Seite, unter dem Absatz, in den er aus inhaltlichen Gründen integriert wurde. |
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260/18 |
φφ orum |
Geändert nach der Handschrift; ZH: Philosophorum |
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261/13 |
imstande ]
|
Geändert nach der Handschrift; ZH: imstande, |
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261/36 |
Prof ]
|
Geändert nach der Handschrift; ZH: Prof. |
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262/11 |
erhalten ]
|
Geändert nach der Handschrift; ZH: erhalten. |
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263/8 |
Mst |
Geändert nach der Handschrift; ZH: Mst. |
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264/7 |
Aufopferung) ]
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Geändert nach der Handschrift; ZH: Aufopferung), |
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264/35 |
Wieland ]
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Geändert nach der Handschrift; ZH: Wieland, |
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265/33 |
wilde: ]
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Geändert nach der Handschrift; ZH: wilde. |
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265/34 |
hoffe ]
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Geändert nach der Handschrift; ZH: hoffe, |
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265/36 |
Bedenklichkeit |
Geändert nach der Handschrift; ZH: Bedenklichkeit , |
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266/10 |
u ]
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Geändert nach der Handschrift; ZH: und |
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266/13 |
φφ ie ]
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Geändert nach der Handschrift; ZH: Philosoph ie |